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Hamm 1226 – Eine Zeitreise in die ersten 800 Jahre
Wie das heutige Hamm als kleines Dorf zwischen Wäldern und Mooren begann
Stell dir vor: Du stehst im Jahr 1226 an der Stelle, wo heute das Zentrum von Hamm liegt. Um dich herum nur dichte Wälder, weite Wiesen und sumpfige Moore. Keine Autos, keine Straßenlaternen, kein Handy – nur die Natur und die Geräusche des Mittelalters: Vogelgezwitscher, das Muhen von Kühen, das Quaken von Fröschen und das ferne Klappern von Holzrädern auf Trampelpfaden.
Wer lebte hier?
Die Menschen, die sich damals in Hamm niederließen, waren Bauern, Handwerker und Händler. Sie hatten einfache Holzhäuser mit Strohdächern, kleine Gärten und ein paar Tiere wie Schweine, Kühe und Schafe. Die Kinder liefen barfuß durch die Felder, halfen bei der Ernte und lernten schon früh, wie man Körbe flechtet oder Werkzeuge repariert.
Es waren zähe Leute: Jeder Tag war Arbeit, aber auch ein bisschen Abenteuer. Man musste die Felder vor wilden Tieren schützen, die Ernte gegen Regen sichern und manchmal aufpassen, dass keine Räuber die Wege unsicher machten. Trotzdem: Wer zusammenhielt, konnte hier leben, arbeiten und erste Märkte aufbauen.
Wie sah das Leben aus?
Das Leben folgte den Jahreszeiten. Im Frühling pflanzten sie Getreide, im Sommer wurde geerntet, im Herbst vorbereitet fürs Winterfutter, im Winter saß man am Feuer, erzählte Geschichten und betete. Kirchliche Feiertage waren die Highlights des Jahres, Feste die kleinen Momente, in denen alle zusammenkamen.
Die Siedler wussten schon damals: Hamm liegt an einem strategisch guten Ort. Flüsse wie die Lippe waren wie Straßen auf dem Wasser, die Menschen konnten Waren transportieren oder Handel treiben. Vielleicht hätte niemand gedacht, dass aus diesem kleinen Dorf einmal eine Stadt werden würde, die heute 800 Jahre alt wird.
Warum das wichtig für uns heute ist
Wenn du heute durch Hamm gehst, die Lippe entlangspazierst, durch die Altstadt schlenderst oder Parks besuchst, bist du auf historischem Boden unterwegs. Vor 800 Jahren kämpften Menschen hier ums Überleben, bauten Häuser, Felder und Wege. Alles, was wir heute als „Stadt“ kennen – Straßen, Märkte, Schulen, Theater – hat genau hier seinen Ursprung.
Es lohnt sich, die Geschichte zu kennen. Denn sie zeigt: Menschen können aus einer leeren Wiese ein Zuhause machen, eine Gemeinschaft aufbauen und etwas schaffen, das Generationen überdauert. Und das bedeutet: Hamm ist nicht nur „irgendwo in Westfalen“. Hamm ist ein Ort mit Geschichten, Abenteuern und echten Pionieren – genau dort, wo ihr heute lebt.
Die Herrschenden damals
Um 1226 gehörte das Gebiet rund um Hamm zur Grafschaft Mark, die Teil des Heiligen Römischen Reiches war – einem losen Verbund von Fürsten, Königen und Städten, in dem lokale Adlige über Land und Dörfer herrschten. Die Grafen von der Mark waren ein mächtiges Adelsgeschlecht, das aus den Grafen von Altena hervorging und großen Einfluss im westfälisch‑rheinischen Raum besaß.
Der bedeutendste Vertreter war Graf Adolf I. von der Mark, der die Siedlung an der Lippe gründete und ihr die ersten Stadtrechte verlieh. Die Grafen wohnten nicht im Dorf selbst, sondern auf der Burg Mark, einem befestigten Herrensitz in der Nähe, von dem aus sie Recht, Schutz und Abgaben der umliegenden Dörfer kontrollierten. Kirchen und Klöster hatten ebenfalls Einfluss, indem sie religiöse Regeln durchsetzten und soziale Ordnung unterstützten.
Für die Dorfbewohner bedeutete das: Sie lebten ihren Alltag weitgehend selbstständig, versorgten Tiere, erledigten tägliche Aufgaben und handelten auf Märkten – aber große Entscheidungen, Sicherheit und Pflichten lagen in den Händen der Grafen. Dieses Zusammenspiel aus Freiheit im Alltag, Schutz und Abgaben prägte das mittelalterliche Leben und legte den Grundstein für die spätere Entwicklung der Siedlung.
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Im kleinen Dorf leben Männer und Frauen ihren Alltag zwischen Holzhäusern mit strohgedeckten Dächern. Ein Ochse wird geführt, kleinere Rinder grasen in der Nähe, und alle sind mit ihren täglichen Aufgaben beschäftigt – ein realistischer Einblick in das Leben der Menschen in der Region vor 800 Jahren. llustration: © Gravemeier Kommunikation – Hamm im Jahr 1226
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